„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“ (Christian Morgenstern)

Unter psychosomatischen Erkrankungen versteht man körperliche Erkrankungen und Beschwerden, die durch psychische Belastungen oder Faktoren hervorgerufen werden. Psychosomatische und psychologische Gesichtspunkte nehmen in der Medizin einen immer höheren Stellenwert ein. Die ganzheitliche Betrachtungsweise von Erkrankungen schließt auch diese Aspekte mit ein. Dabei geht es um psychische Fähigkeiten und Reaktionsweisen von Menschen in Gesundheit und Krankheit und deren Eigenart und Verflechtung mit körperlichen Vorgängen und sozialen Lebensbedingungen.

Vor allem unser Bewegungsapparat leidet unter starkem seelischem Stress. Der Sauerstoffgehalt des Blutes ist dadurch reduziert und die Zellen werden schlechter versorgt. So können beispielsweise Gelenkentzündungen entstehen. Insbesondere gilt dies auch für chronische Rückenbeschwerden, die nicht selten ihren Ursprung in seelischen Problemen nehmen.

Einige Beispiele der psychosomatischen Medizin:

  • > Konversionsstörungen (körperliche Symptome, die auf unbewusste Konflikte zurück gehen)
  • > Posttraumatische Belastungsstörungen und Anpassungsstörungen
  • > Psychosoziale Aspekte von körperlichen Erkrankungen (z.B. Krebserkrankungen und ihre Bewältigung)
  • > Hypochondrie
  • > Gestörtes Gesundheits- oder Sexualverhalten
  • > Seelische Störungen, die mit körperlichen Missempfindungen einhergehen (z.B. Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen)
  • > Essstörungen

Psychologie im (Leistungs-) Sport

Kaum irgendwo ist mentale Stärke so gefragt, wie im modernen Leistungssport. Der immense Leistungsdruck kann sich aber auch schnell ins Gegenteil verkehren und sich negativ auf die eigene Leistung auswirken. Resultierende Misserfolge nagen schließlich weiter am Selbstvertrauen und können dazu führen, dass ein Sportler dauerhaft „unter seinen Möglichkeiten“ bleibt.

Die psychologische Betreuung von Sportlern umfasst beispielsweise folgende Bereiche:

  • > Mentales Training
  • > Aktivierungs- und Entspannungstraining
  • > Zielsetzungs- und Kompetenzerwartungsprüfung
  • > Selbstgesprächsregulation
  • > Psychischer Umgang mit schweren Verletzungen
  • > Stressregulation