Der Stütz-und Bewegungsapparat Kinder und Jugendlicher unterscheidet sich stark von dem Erwachsener. Beispielsweise sind die Epiphysenfugen (Wachstumsfugen) der Knochen nicht geschlossen und auch gelenkbildende Anteile noch nicht, oder erst unvollständig verknöchert. Zahlreiche orthopädische Besonderheiten und Erkrankungen finden ihren Platz im Bereich der Kinderorthopädie. Hierbei ist wichtig, dass diese rechtzeitig erkannt werden, um in der Folge, häufig unkompliziert, behandelt werden zu können.

Ebenso wichtig, wie die Diagnosestellung im Rahmen einer etwaigen Erkrankung, kann es häufig sein, den kleinen Patienten und ihren Eltern die Sorge vor gravierenden orthopädischen Problemen und prognostizierten Folgeschäden zu nehmen.

Eine besondere Bedeutung in der Kinderorthopädie kommt außerdem der Screening-Untersuchung der Hüftgelenke Neugeborener zu, die dem Ausschluss oder der Diagnosestellung einer angeborenen Hüftdysplasie dient, welche spätestens im Rahmen der U3 (zwischen 4. Und 5. Lebenswoche) erfolgt sein sollte.